Die Armut in der brasilianischen Stadt Manaus hat viele Gesichter, Ausprägungen und Geschichten. Viele ohnehin arme Menschen haben während der Corona-Pandemie ihre Arbeit verloren und sind dadurch obdachlos geworden. Extreme Inflation und gestiegene Lebensmittelpreise sowie schlechte Ernten machen es für viele arme Menschen mittlerweile unmöglich, ihre Familien zu ernähren.

Immer mehr Menschen in Manaus leben auf der Straße oder sind auf Hilfen wie Suppenküchen angewiesen, da sie für sich und ihre Kinder kein Essen mehr kaufen können. Oft sind die Mahlzeiten und Lebensmittel in diesen Ausgabestellen das Einzige, was die Menschen am Tag zu essen bekommen.

Colônia Antônio Aleixo ist ein Stadtteil von Manaus und befindet sich im östlichen Teil der Stadt,  ziemlich abseits des Stadtzentrums. Dieser Ort war ursprünglich hauptsächlich von Leprakranken bewohnt, die fast in völliger gesellschaftlicher Isolation lebten. Auch heute leben dort noch einige wenige Familien, die von Lepra betroffen sind. Nach und nach ließen sich dort Migranten nieder, die aus anderen Teilen der Amazonasregion auf der Suche nach Arbeit in die Amazonasmetropole Manaus kamen. Sie leben dort überwiegend in prekären Verhältnissen in Hütten aus Sperrholz und Plastikplanen, ohne sanitäre Grundversorgung, ohne Energie und ohne fließendes Wasser. Die meisten von ihnen haben vor der Pandemie ihr Einkommen als informelle Arbeitskräfte oder als Tagelöhner bestritten. Viele Familien waren bereits vor der Pandemie von Ernährungsunsicherheit betroffen.

 

Das Projekt wurde bereits erfolgreich beendet.

Mission:
Warmes Essen und Lebensmittelpakete

  • Wo: Manaus, Brasilien
  • Wem wird geholfen: den Menschen in Not im Stadtviertel Colônia Antônio Aleixo
  • Wer ist vor Ort: Kardinal Leonardo Steiner OFM, sowie viele Franziskanerschwestern und -Brüder
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In dem Viertel wohnen auch um die 100 Familien der Flussanwohner in schwimmenden Häusern auf dem Fluss. Sie leben vom Fischfang und informeller Arbeit. Durch ihren Wohnort am Wasser haben sie oft mit Malaria und anderen Krankheiten zu kämpfen.

Die Pandemie hat in der Amazonas-Metropole Manaus nicht nur eine Krise im Gesundheitssektor ausgelöst, es herrscht dort auch eine humanitäre Krise. Der Hunger breitet sich aus und die Zahl der Menschen, die durch die Straßen im Zentrum der Stadt ziehen und um eine Kleinigkeit zu essen bitten, ist in den letzten Monaten enorm gestiegen. Viele Familien sind obdachlos geworden, weil sie ihre Mieten nicht mehr bezahlen können. Die Hungerkrise betrifft vor allem die armen Bevölkerungsschichten. Die Folgen der Pandemie sind auch in der Colônia Antônio Aleixo zunehmend sichtbar. Immer mehr Menschen können sich kaum noch etwas zu essen leisten und leiden an Hunger und kämpfen täglich ums Überleben.

Vor diesem Hintergrund hat die Pfarrei Nossa Senhora das Graças dort mehrere kleinere Suppenküchen eingerichtet, um vor allem die Kinder mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Immer wieder teilen die franziskanischen Schwestern mit Freiwilligen Hilfspakete mit den wichtigsten Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln an die ärmsten Familien aus. Durch die hohe Inflation sind die Preise für Lebensmitteln enorm gestiegen und täglich bitten mehr Familien um etwas zu essen.

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