Pater Amaral Bernardo ist Kustos der Ordensprovinz Mosambik und erlebt jeden Tag die Zustände in der Region rund um Beira nach dem Zyklon Idai. Insbesondere trifft ihn die schwere Not der armen Bevölkerung.

Im Gespräch mit MZF-Projektreferentin Romana Barros Said in Bonn berichtet der Franziskaner über die Situation vor Ort.

Wie war die Situation in Beira direkt nach dem Zyklon Idai?

"Beira wurde durch den Zyklon komplett zerstört und überflutet. Die Stadt liegt am Meer und ist durchzogen von Flüssen, die kleinen Hütten der Menschen wurden einfach raus aufs Meer gespült. Da der Zyklon nachts kam, wurden viele im Schlaf von den Wassermassen überrascht und konnten sich nicht mehr retten.
Wir wissen immer noch nicht genau, wie viele exakt verstorben oder verschwunden sind. Die Menschen, die überlebt haben, besitzen nur noch das, was sie am Leibe hatten. Ihre ganze Existenz ist zerstört."

Was wurde im Bereich der Nothilfe unmittelbar nach der Katastrophe getan?

"Es ging darum, zunächst das Wichtigste zu tun. Die Menschen mit Essen, mit Medikamenten und mit sauberem Wasser zu versorgen. Viele waren verzweifelt und kamen zu uns Franziskanern, weil sie Hoffnung brauchten, Zuspruch und Trost, sie beteten mit uns. Die Menschen waren lange im Wasser, dadurch haben sich schnell Krankheiten ausgebreitet: Malaria, Cholera, offene Wunden."

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Wie ist die Lage in Beira aktuell?

"Die Situation ist nicht gut. Die Leute sind zwar optimistisch und geben ihr Bestes, die Stadt aufzuräumen und neu aufzubauen. Aber es gibt immer noch keine Infrastruktur, keine Straßen, Krankenhäuser. Viele Menschen haben kein Zuhause mehr. Sie behelfen sich mit dürftigen Notunterkünften, während sie versuchen, ihre Häuser wieder aufzubauen.

Die Kinder haben keine Schulen, in die sie gehen können. Die Menschen brauchen wieder einen Alltag, sonst kommen neue Probleme. Viele haben immer noch nichts zu essen. Wir geben den Menschen weiter Nahrung, Kleidung, für die Kinder richten wir provisorischen Unterricht ein.

Wir sind sehr dankbar für alles Spenden bisher, für alle Wünsche und Gebete. Es ist in Zukunft noch sehr viel zu tun."

Hier erfahren Sie mehr über das MZF-Nothilfeprojekt in Beira nach dem Zyklon Idai.

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