Das Projekt „Hilando Sueños" - übersetzt „Träume spinnen“ – ist weit mehr als eine Hausaufgabenbetreuung. Es ist ein Ort der Geborgenheit für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren sowie eine liebevolle Kindertagesstätte für die Jüngsten.
Hier finden die jungen Menschen aus dem Viertel, was in ihrem Alltag oft fehlt: regelmäßige, gesunde Mahlzeiten, Unterstützung beim Lernen und liebevolle Bezugspersonen. Für viele dieser Kinder und Jugendlichen ist das Projekt ein sicherer Anker – denn sie wachsen in schwierigen Lebensbedingungen auf und übernehmen schon früh Verantwortung im Familienalltag, etwa indem sie ihre Eltern bei der Arbeit unterstützen.
Wenn du neugierig geworden und motiviert bist, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu stärken, dann bist du hier genau richtig.
Unsere Freiwillige Amra hat in diesem Projekt mitgearbeitet und erzählt dir in dem Video von ihrem Erfahrungen.
Die Einsatzstelle „Hilando Sueños“ liegt in der „Zona Sur“ von Cochabamba, im Stadtteil Santa Vera Cruz. Das Viertel ist von Armut geprägt, viele Familien leben unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig ist es ein Ort voller Leben, Gemeinschaft und kultureller Vielfalt: Neben Spanisch sprechen viele Kinder und Jugendliche auch Quechua.
Gerade hier setzt das Projekt an. Durch Bildungs- und Präventionsarbeit schafft „Hilando Sueños“ einen geschützten Raum, in dem Kinder und Jugendliche Unterstützung, Struktur und neue Zukunftsperspektiven erhalten. Themen wie Gewalt und Sucht sollen durch verlässliche Beziehungen und Bildung langfristig reduziert werden.
Täglich besuchen 33 Kinder am Vormittag sowie 27 Jugendliche am Nachmittag die Einrichtung. 12 Kinder gehen in den nebenanliegenden Kindergarten. Die Atmosphäre ist lebendig und familiär: Es gibt Gruppenräume, eine Küche, ein Büro und einen Innenhof zum Spielen.
Als Freiwillige/r bist du mittendrin im Geschehen:
Am Morgen startest du gemeinsam mit deinem Team und den Kindern in den Tag. Du hilfst beim Austeilen des Frühstücks und sitzt anschließend mit allen an einem Tisch. Danach unterstützt du die Kinder bei ihren Hausaufgaben, zum Beispiel in Mathe, Spanisch oder Englisch. Im Anschluss bleibt Zeit für kreative und spielerische Aktivitäten: basteln, lesen, draußen spielen oder gemeinsam zum Fußballplatz gehen. Gegen Mittag hilfst du beim Servieren des Essens und achtest darauf, dass die Kinder gut versorgt sind. Danach begleitest du sie dabei, sich für die Schule vorzubereiten – vom Anziehen der Schuluniform bis zum gemeinsamen Aufbruch.
Am Nachmittag kommen die Jugendlichen ins Projekt. Sie essen gemeinsam, machen ihre Hausaufgaben und bereiten sich auf Klassenarbeiten vor – besonders bei Englisch kannst du hier eine große Unterstützung sein. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen: kleine Projekte, Spiele oder kreative Angebote sind immer willkommen.
Nach drei Monaten berichtet uns Mathilda aus Cochabamba:
Eine Lernerfahrung, die ich gemacht habe, ist, dass die Kinder sehr auf einen zählen. Wenn ich gefehlt habe, weil wir zum Beispiel etwas für das Visum machen mussten, dann fragen die Kinder direkt, wieso ich nicht da war. Das hat mir auch gezeigt, dass es sehr wichtig ist, dass man eine zuverlässige Person für sie ist, auf die sie sich verlassen können.
Mathilda, Jahrgang 2025-26
In der Hausaufgabenbetreuung sprechen wir regelmäßig über Umwelt und Nachhaltigkeit. Ich merke, wie interessiert die Kinder sind, wenn sie z. B. erfahren, wie Mülltrennung funktioniert oder was Recycling bewirken kann. Einige Kinder haben angefangen, aus alten Flaschen kleine Blumentöpfe zu basteln oder Wasser aus dem Regen aufzufangen. Auch wenn das im Großen wenig bewirkt, zeigt es mir, dass ein Umdenken möglich ist – wenn man früh damit anfängt.
Amra, Jahrgang 2024-25
Nach zwölf Monaten intensivem Leben mit den Menschen in Cochabamba und dem Zusammensein mit den Kindern schreibt uns Carolina:
Ich habe mich in einem Jahr verändert und sehe jetzt vieles anders. So kann ich sagen, dass der Abschied aus Bolivien der schwierigere ist. Ich weiß aber auch, dass mein Herz in und für Bolivien schlägt. Ich werde all die Menschen und Erlebnisse in meinem Herzen tragen. Ich wünschte, ich könnte dort sein oder das Jahr resetten, alles noch einmal neu erleben.
Carolina, Jahrgang 2017-18
Im Mittelpunkt deiner Arbeit steht nicht nur die Unterstützung beim Lernen, sondern vor allem Beziehung:
Du bist Ansprechperson, Zuhörer/in und Begleiter/in im Alltag der Kinder und Jugendlichen. Dabei erlebst du hautnah, wie wichtig kleine Gesten sein können und wie Kinder beginnen, an ihre eigenen Träume zu glauben.
Am Nachmittag kommen die Jugendlichen ins Projekt. Sie essen gemeinsam, machen ihre Hausaufgaben und bereiten sich auf Klassenarbeiten vor – besonders bei Englisch kannst du hier eine große Unterstützung sein. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen: kleine Projekte, Spiele oder kreative Angebote sind immer willkommen.
Das Projekt und seine Mitarbeiter sind tätig für die Kinder der Armutsviertel. Aufgenommen werden meist Jungen aus zerrütteten Familien oder kindeswohlgefährdenden Verhältnissen (alkoholabhängige Eltern, Schulschwänzer, etc.).
– Diese Einsatzstelle ist momentan nicht besetzbar. –
Das Projekt existiert seit 2014 im Norden von Sao Paulo in Peri Alto und wird von der Abteilung für soziale Entwicklung der Stadt Sao Paulo finanziert. Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren haben dort die Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen.
– Diese Einsatzstelle ist momentan nicht besetzbar. –
Mögliche Tätigkeiten für Freiwillige: pädagogische Angebote für Kinder (Basteln, Spielen, Nachhilfe) und Jugendliche (Kochen, PC, Nähen), Kinderbetreuung / Freizeitbereich für Kinder, Sozialberatung
Das Projekt „Hilando Sueños“ – übersetzt „Träume spinnen“ – ist weit mehr als eine Hausaufgabenbetreuung. Es ist ein Ort der Geborgenheit für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren sowie eine liebevolle Kindertagesstätte für die Jüngsten.
Die Fundación Estrellas en la Calle gliedert sich in drei 3 Projekte: Fenix (Inti‘ canchay) fördert Kleinkinder, die mit ihren Eltern auf der Straße leben. Winana begleitet diejenigen, die die Straße verlassen haben, auf ihrem Weg zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Coyera arbeitet direkt auf der Straße mit Kindern, Jugendlichen und jungen Familien.
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