Veranstaltung zum Thema Permakultur in Ost-Timor

Planting Water in Gardens of Hope: Permaculture, Decolonial Emancipation, and Aspirational Futures in Timor-Leste

Permakultur in Ost-Timor

Franziskaner Helfen lädt in Kooperation mit der Stiftung Asienhaus, ARTpolis c/o BIM e.V., Permatil und dem Institut für Ethnologie der Universität Münster zu einer Veranstaltung zum Thema Permakultur in Ost-Timor ein. Das Event findet am 19. Juni um 20 Uhr im MIGRApolis Haus der Vielfalt (Brüdergasse 16–18, Bonn) statt.

Der Vortrag leistet einen Beitrag zu Debatten über postkoloniale Bildung, dekoloniale Emanzipation und Zukunftsentwürfe. Es wird diskutiert, wie Permakulturpraxis und Befreiungspädagogik dazu beitragen, moderne Vorstellungen von Fortschritt und Entwicklung zu hinterfragen und neue Wege hin zu resilienten Lebensgrundlagen, nachhaltigen Ökosystemen und selbstbestimmtem Denken zu eröffnen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, findet auf Englisch statt und richtet sich an alle Interessierten, insbesondere an Personen mit Interesse an Permakultur, Anthropologie sowie an einem vertieften Einblick in Ost-Timor.

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden wir auch das Projekt vorstellen, das Franziskaner Helfen gemeinsam mit Permatil und Bruder Augusto (OFM Conventual) in Oecusse durchführt:
Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, einschließlich Wasserversorgung und Permakultur.

In Ost-Timor lernen Kinder heute im Rahmen eines neu überarbeiteten nationalen Lehrplans, Gemüse anzubauen, Wasser zu sparen und Permakultur-Gärten zu gestalten. In diesem Vortrag wird nachgezeichnet, wie sich die timoresische Permakultur von einer marginalen Graswurzelbewegung hin zu einem zentralen Bestandteil öffentlicher Bildung entwickelt hat.

Auf Grundlage langjähriger gemeinsamer Feldforschung mit Aktivistinnen und Aktivisten, Studierenden und Lehrkräften wird gezeigt, wie Schulgärten sowie Kunst- und Kulturunterricht, die auf Permakultur und Befreiungspädagogik basieren, ökologisches Wissen und kritisches Denken in die Klassenzimmer Timor-Lestes bringen.

Der neue Lehrplan im Bereich Kunst und Kultur lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, sich Zukunftsperspektiven vorzustellen, die in den Landschaften und lokalen Geschichten Timor-Lestes verwurzelt sind. Im Unterschied zu früheren, staatlich oder durch Geberorganisationen geprägten Bildungsmodellen zielt die Permakultur-Bildung darauf ab, „Gärten der Hoffnung“ zu schaffen – basierend auf gesunden Böden, wiederbelebten Wasserquellen, traditionellen Saatgütern und einem historischen Bewusstsein, das in indigenen Praktiken verankert ist.

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