Als die Franziskaner vor zehn Jahren, am 23.04.2011 die Migrantenherberge „La 72“ im Süden Mexikos gründeten, war die Not der durchreisenden Migranten schon sehr groß – wie gewaltig sie werden würde und wie viel mehr Menschen in ihrer Verzweiflung an die Türe klopfen, war damals noch nicht abzusehen.

Ob Mütter mit Kindern, Jugendliche oder Männer, sie alle kommen mit großem Hunger, müde, krank, verletzt oder voller Sorgen. Pater Gabriel und die anderen Franziskanerbrüder bieten ihnen Obdach, eine Mahlzeit, eine Dusche, medizinische Versorgung bis hin zur juristischen Hilfe – oder sind einfach nur da und hören denen zu, die alles hinter sich gelassen haben, weil sie keine andere Alternative sahen.

„Die Migranten in der Herberge La 72 kommen aus Mittelamerika, Kuba, Venezuela, Brasilien, Ecuador, Kolumbien und auch aus Afrika. Alle sind Opfer eines ökonomischen politischen und sozialen Systems, welche sie aus ihren Heimatländern vertreibt. Kein einziger Migrant, der in die La 72 kommt, hat seine Heimat freiwillig verlassen“ berichtet Projektreferent Emanuel Graef, der die Einrichtung 2014 selbst besucht hatte.

„Die Menschen sehen sich gezwungen zu fliehen. Sie sind auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Leider finden viele nur Hass, Diskrimination, ausbeuterische Arbeit, Prostitution, den Tod oder einfach nur Unverständnis. Ich finde es ist eine menschliche und christliche Aufgabe, sich um die Menschen zu kümmern, ihnen Hoffnung zu geben und sie zu begleiten.“

Mit der Hilfe unserer Spenderinnen und Spender unterstützen wir die Arbeit von „La 72“ von Beginn an, sei es mit dem Bau von Schlafsälen, der psychologischen Betreuung von Kindern, minderjährigen Flüchtlingen und Frauen, Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen.

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Die Migrantenherberge und der Einsatz der Franziskaner wird in Tenosique auch weiter wichtig bleiben. Wir danken allen, die diese einrichtung unterstützen!

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