Eine schmerzliche Folge der Corona-Krise in Peru ist ein eklatanter Anstieg von Menschenhandel. Gerade auch in der Region Puno am Titicacasee. Viele Opfer des Menschenhandels kommen aus Rinconada, einer Stadt in den Anden mit kaum Infrastruktur, die im Goldbergbau und in
der Drogenproduktion unzähligen Menschen ein Auskommen bietet.

Der Preis dafür ist allerdings hoch: zerstörte Gesundheit, zerstörte Familien, zerstörte Umwelt und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung. Rinconada ist aus dem Goldrausch entstanden und wirkt wie ein Vorhof der Hölle. Müllberge türmen sich auf Hängen, in Straßen und Gassen. Die Einwohner sind vorwiegend Männer, die in den Minen Gold schürfen. Frauen arbeiten an den Marktständen, die abends zu Bordellen werden, in denen minderjährige Mädchen und junge Frauen als Sexsklavinnen gehalten werden.

Die minderjährigen Mädchen finden nach ihrer oft traumatisierenden Tätigkeit, wenn sie auf den Fängen der Menschenhändler befreit werden, einen Platz in staatlichen Kinderheimen. Für junge Frauen ab 18 Jahren gibt es keine Unterstützung. Sie haben keine Unterkunft, Begleitung und Unterstützung. Dadurch kehren viele aus Verzweiflung wieder an die Orte der Ausbeutung zurück.

Pater Vicente aus Deutschland lebt seit 31 Jahren in Peru. Gemeinsam mit den Schwestern und Brüdern hat er das Haus Desatanudos in Chucuito eröffnet. Hier finden neun Frauen für ein Jahr ein neues Zuhause und Unterstützung, damit sie in ein besseres, würdevolles Leben gehen können. Der Weg heraus aus sexueller Ausbeutung mit den traumatisierenden Erfahrungen braucht viel Geduld, Nähe und Wertschätzung.

Mission:
Lebensmittel, Arztbesuche, Berufsbildung und Honorare für Therapeuten

  • Wo: Chucuito/ Peru
  • Wem wird geholfen: Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden auf dem Weg in ein neues Leben
  • Wer ist vor Ort: Pater Vicente
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Pater Vicente bittet uns um Hilfe, damit diese Frauen in ein gutes Leben gehen können.

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